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SNCTP000002334

Früher Behandlungsbeginn mit direkten oralen Antikoagulantien nach einem Hirnschlag aufgrund eines Vorhofflimmerns des Herzens im Vergleich zur gängigen Standardpraxis (späterer Behandlungsbeginn)

Datenbasis: BASEC (Import vom 24.11.2017)
Geändert: 14.11.2017
Krankheitskategorie: Anderes

Zusammenfassende Beschreibung der Studie (Datenquelle: BASEC)

Inhalt und Ziele des Forschungsprojektes

Ein Hirnschlag kann durch ein Vorhofflimmern des Herzens (das heisst unregelmässiger Herzrhythmus) ausgelöst werden. Patienten mit einem solchen Hirnschlag sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt weitere Hirnschläge zu erleiden. Bisher behandeln wir solche Patienten mit einem Blutverdünner (Fachsprache: orale Antikoagulantien). Seit wenigen Jahren sind neue Medikamente auf dem Markt (sogenannte direkte orale Antikoagulantien), die im Vergleich zu den älteren Medikamenten erneute Hirnschläge vermindern und gleichzeitig weniger Hirnblutungen auslösen. In allen bisherigen klinischen Studien wurden diese neuen Medikamente allerdings frühestens eine Woche nach dem ersten Hirnschlag eingesetzt. Bisher gibt es also keine Studie, die die Sicherheit eines früheren Behandlungsbeginns (Behandlungsbeginn mit direkten oralen Antikoagulantien kurz nach dem ersten Hirnschlag) im Vergleich zu einem späteren Behandlungszeitpunkt untersucht hat. Allerdings zeigen neuste Beobachtungen, dass ein früher Behandlungsbeginn mit Antikoagulantien möglicherweise zu weniger Hirschlägen und gleichzeitig nicht zu mehr Hirnblutungen führt.
Mit dieser randomisierten (das heisst, dass die Patienten durch Zufall einer Gruppe zugeteilt werden) internationalen Studie möchten wir untersuchen, ob ein früher Behandlungsbeginn nach einem Hirnschlag mit den neuen direkten oralen Antikoagulantien im Vergleich zur gängigen Praxis (einem späteren Behandlungsstart) effektiv und sicher ist in der Prävention von erneuten Hirnschlägen, intrazerebralen Blutungen und systemischen Embolien.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojektes

Das Ziel dieser Studie ist es, Patienten mit einem Hirnschlag, ausgelöst durch ein Vorhofflimmern des Herzens, in Zukunft eine Behandlung anbieten zu können, die sowohl die erneuten Hirnschläge als auch die intrazerebralen Blutungen reduzieren kann.

Untersuchte Krankheiten (Datenquelle: BASEC)

Hirnschlag ausgelöst durch ein Vorhofflimmern des Herzens (unregelmässiger Herzschlag)

Seltene Krankheit (Datenquelle: BASEC)

Nein

Untersuchte Intervention (z.B. Medikament, Therapie, Kampagne) (Datenquelle: BASEC)

Der frühere Behandlungsbeginn mit Blutverdünnern (Fachsprache: direkte orale Antikoagulantien) im Vergleich zu einem späteren Behandlungsbeginn mit Bluterdünnern.

Kriterien zur Teilnahme an der Studie (Datenquelle: BASEC)

Hirnschlag wegen ungenügender Durchblutung des Gehirns im Zusammenhang mit einem unregelmässigen Herzrhythmus
Über 18 Jahre alt

Ausschlusskriterien (Datenquelle: BASEC)

Schwangerschaft
Eingeschränkte Nierenfunktion
schwere Blutung in den letzten 6 Monaten
erhöhtes Blutungsrisiko
bereits mit Blutverdünnern behandelt

Studiendurchführungsorte

Durchführungsorte in der Schweiz (Datenquelle: BASEC)

Aarau, Basel, Bern, Chur, Freiburg, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, Nyon, Sion, St Gallen, Zürich

Kontakt für weitere Auskünfte zur Studie

Angaben zur Kontaktperson in der Schweiz (Datenquelle: BASEC)

Prof. Urs Fischer
+41 31 632 03 64
urs.fischer@insel.ch

Weitere Studienidentifikationsnummern

BASEC ID (Datenquelle: BASEC)

2017-00588